da Vinci Denkmöbel

Ergonomische Möbel | Ergonomie und Service in Köln

Vorbild

Leonardo da Vinci erkannte bereits vor mehr als 500 Jahren die wesentlichen Zusammenhänge von Beschaffenheit und Wirkungsweise des menschlichen Bewegungsapparates. Alle Bewegungen und Veränderungen der Körperhaltung werden durch das Zusammenspiel von Muskulatur, Bändern, Bindegewebe und Knochen ausgeglichen. Jede noch so feine Verlagerung des Gleichgewichts muss austariert werden. Nur so kann die gegen die Schwerkraft gerichtete aufrechte Haltung des Menschen gewahrt werden. Ein in seiner Haltung ausgeglichener Mensch verfügt über harmonische Bewegungen, die ohne unnötige Anspannung und Energieaufwendung erfolgen.

 

Bewegliches Sitzen

Diese Erkenntnis setzte Anfang der 1980-er Jahre der norwegische Designer Peter Opsvik mit der Gestaltung von Sitzmöbeln um, die über eine fein ausbalancierte Sitzhaltung ein bewegliches Sitzen möglich machen. Das balans Sitzkonzept markiert den Beginn aller weiteren professionellen Überlegungen zur Entwicklung dynamischer Ergonomiekonzepte und dies zu einer Zeit, in der die ersten Personal Computer in die Büros einziehen mit den heute bekannten Begleiterscheinungen wie z.B. zu langes und zu einseitiges Sitzen.

 

Peter Opsvik: Mein Beitrag zur Ergonomie

"Wenngleich die verschiedensten Experten für Arbeitssicherheit die jeweils von ihnen favorisierte „richtige“ Sitzhaltung in den Vordergrund rückten, war mein Kommentar, dass sie alle Recht hatten. Jede empfohlene Sitzhaltung war für sich genommen gut und ich sah es als meine Aufgabe an, Stühle zu entwerfen, die so viele verschiedene Sitzhaltungen als möglich zuließen und es ganz einfach machten, häufig zwischen den verschiedensten Sitzhaltungen zu wechseln."

 

Wie man sich bettet...

Muss die Wirbelsäule wirklich wie eine Säule gerade im Bett liegen? Oder ist sie doch weniger eine Säule als vielmehr eine Art Gliederkette, die uns unsere Beweglichkeit ermöglicht? Muss sich eine Matratze an den Körper anpassen und den Körper so stützen, dass sich in der Seitenlage rein optisch eine gerade Linie ergibt, so wie man es auf allen gängigen Darstellungen sehen kann? Wenn wir wissen, wie unsere Muskulatur im Schlaf funktioniert und wie es unserer Wirbelsäule möglich ist, sich jeder beliebigen festen Unterlage anzupassen, führt uns das ohne Umwege zu Tatami und Futon, der traditionellen japanischen Art zu schlafen.

 

Veränderung durch Denkmöbel

"Denkmöbel" sollen eine im weitesten Sinne statische Möbelkultur mit ausgesuchten Produkten ergänzen, die dem menschlichen Grundbedürfnis sowohl nach Bewegung als auch nach Ruhe Rechnung tragen, körpereigene Haltefunktionen mobilisieren und nur dort Unterstützung bieten, wo es für den Aufbau und die Förderung eines wohl koordinierten Organismus sinnvoll ist. „Denkmöbel“ können somit in ihrer funktionalen Nützlichkeit einen Wert und Gewinn für die Gesunderhaltung des Menschen darstellen. Sie bieten unkonventionelle Hilfen und Lösungen, regen zum Nachdenken an und können Gedanken in Bewegung setzen, die die kritische Auseinandersetzung mit Gewohntem, aber auch mit den neuesten Trends, fördern. Mit "Denkmöbeln" wollen wir sinnvolle Veränderungen anstoßen.